III.7. Marken des Norddeutschen
postbezirks mit Bergedorfer Stempeln

Ab dem 1. Januar 1868 war Bergedorf Teil des Norddeutschen Bundes und verwendete Freimarken des Norddeutschen Postbezirkes. Da zum Termin zwar die neuen Marken, nicht aber die neuen Stempel verfügbar waren, wurden noch einige Wochen bis etwa Mitte Februar mit dem Halbbogenstempel entwertet.

 

Der Einsatz des Halbbogenstempels zur Entwertung der Marken ist in der Tatsache begründet, dass im Norddeutschen Postbezirk zur Entwertung der Marken nur Stempel mit Ortsnamen eingesetzt wurden. Echte Entwertungen mit dem Bergedorfer Strichstempel sind bisher nicht bekannt.

 

Entwertungen mit dem Textbogenstempel

Gvb
NP 1¼ Grdunkelgraulila (1)2.500,-NN
NP 2½ Grorange (3)NNNN
NP 31 Grkarmin (4)500,-1.000,-3.500,-
NP 42 Grblau (5)1.500,-
NP 55 Grolivbraun (6)5.000,-
NP 61 GrGanzsache (U1)3.000,-

 

 NP3 von Bergedorf nach Hamburg

NP 3, 1 Groschen aud Brief von Bergedorf nach Hamburg mit Textbogenstempel zur Entwertung
und als Aufgabestempel [HKWi]

 

 

Den Bergedorfer Halbbogen-Stempel findet man noch – ohne Datum – bis etwa Mitte Juni 1868 als Innendienst- oder Formularstempel.

 

Der zweizeilige Langstempel ´BERGEDORFF´ mit Tag und Monat in der zweiten Zeile (der ehemalige preußische Langstempel) ist nach 1867 als Einzeiler ohne Datumszeile für Innendienst-Zwecke genutzt worden und zwar bis 1895. Erst 1870 wurde das zweite ´F´ aptiert.

 

Verwendung im Innendienst / auf Formularen

 

FormTTextbogenstempel ohne DatumseinsatzNN
FormLeinzeiliger Langstempel des Beiderstädt. Postamt
a´BERGEDORFF´mit zwei ´FF´NN
b´BERGEDORF´mit einem ´F´NN

 

 Bgd - Form T

FormT aus dem Juni 1868 [Quelle unbekannt]

 

 Bgd - FormLa

FormL a aus dem Septenber 1869 [Quelle unbekannt]

 

 FormL auf Telegramm der Reichspost

FormL b mit aptiertem ´F´ zweimal auf Telegramm von 1896