III.4.  Bergedorf-Stempel auf Preussischen Freimarken

Bis zum Ende des Beiderstädtischen Postamtes am 31.12.1867 wurde Bergedorfer Post nach Preußen mit Bergedorfer Marken frankiert oder es erfolgte Barfrankierung. Eine Ausnahme bildete das Herzogtum Lauenburg. Dieses wurde 1865 Teil des Königreiches Preußen. Entsprechend dem Vertrag mit Dänemark, in den 1864 die drei Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg eingetreten waren, verkaufte nunmehr (seit dem 3.1.1866) die Bergedorfer Post auch Freimarken des Königreiches Preußen für die Post in das benachbarte Herzogtum Lauenburg.

Zudem wurde das benachbarte Königreich Hannover nach dem 20.9.1866 preußische Provinz. Die (gemeinsame) Bergedorf-Hannoversche Postexpedition Kirchwerder wurde also eine Bergedorf-Preußische. (Siehe an anderen Stellen zuvor und nachfolgend.)

 

Bei der nachfolgenden Katalogisierung sind in Klammern die Nummern des MICHEL Deutschland-Spezial-Katalogs angegeben.

Strichstempel Ortsstempel
GvbGvb
Prs 14 Pfgelblichgrün (14)2.500,-2.800,-
Prs 26 Pforange (15)2.500,-
2K6 Pfdito, verwendet in Kirchwerder2.000,-
Prs 31 Sgrkarmin (16)1.000,-NN1.500,-NN
Prs 42 Sgrblau (17)1.500,-
Prs 53 Sgrhellbraun (18)1.500,-NN1.500,-
Prs 61 Sgrrosarot (10)NN4.500,-
Prs 73 SgrGanzsache gelb (U13)NN
Prs 81 SgrGanzsache (U26) entwertet mit Rötel oder Tinte, Stempel nebengesetzt3.000,-

 

Die in der 2.Auflage gelistete PRS 8K, Ganzsache U26 mit Kirchwerder Stempel ist weder in der Registratur von Karl Ohle und nicht in den Auktionskatalogen der Sammlungen Salm, Boker und Hornhues nachgewiesen. Gleiches gilt für die Nutzung der Ganzsache U28, bisher gelistet als PRS 9 bzw. mit Kirchwerder-Stempel PRS 9K.

 

 Bgd - Prs 4 - Köhler

 

Prs 3, Dreierstreifen zu 1 Silbergroschen von Bergedorf nach Leipzig [HKWi]