II.4.Die Nachdrucke
 Die Paalzowschen Nachdrucke der Probedrucke

Zu Beginn des Jahres 1867 – also noch vor Außerkurssetzung der Bergedorfer Freimarken – ließ der Bergedorfer Postmeister Paalzow für den belgischen Briefmarkenhändler Jean-Baptiste Moens Nachdrucke der Probedrucke P 1 (½ Schilling) und P 4 (3 Schillinge) herstellen. Diese unterscheiden sich unter anderem durch die Papierstärke sowie abweichende Papierfarben. Die Bogenanordnung entsprach der der Originale.

Die Umdrucksteine und die Drucksteine der Markenbögen wurden nach dem Druck der Freimarken abgeschliffen. Wie bei allen Nachdrucken der Bergedorfer Freimarken erfolgte die Herstellung als Abzüge vom Urstein; sie tragen daher dessen Merkmale. Ein Artikel zur Herstellung der Freimarken findet sich hier im Handbuchteil.

 

1867 Nachdrucke der Probedrucke

hhues Na67 P 1
Na67 P1
Bgd - Na67P4
Na67 P4

1867 Nachdrucke der Probedrucke P1 und P4, in gleicher Zeichnung wie die Freimarken aber mit Merkmalen der Zeichnung des Ursteins auf farbigen Papier; Druck Ch. Fuchs, Hamburg; ungezähnt, gummiert.

)WV
O*PO*PO*P
Na67 P1½ Sch.schwarz auf hellrotviolett20,-60,-200,-60,-160,-500,-180,-500,-1.200,-
Na67 P43 Sch.schwarz auf hellrosa25,-70,-220,-70,-200,-600,-220,-650,-1.500,-

 

 

Zusammendrucke

O*P
Na67 P1 WZwaagerechter Zwischensteg100,-200,-500,-
Na67 P1 LMarke mit Leerfeld60,-120,-400,-
Na67 P1 DLDreierblock mit Leerfeld250,-500,-1.000,-
Na67 P4 SZsenkrechter Zwischensteg70,-140,-450,-

 

Von der Na67 P1 wurden 12 Bogen à 200 Stück = 2.400 Stück, von der Na67 P4 12 Bogen à 160 Marken = 1.920 Stück gedruckt.